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Schornsteinfegerinnung Pfalz und Rheinhessen
Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein
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Im Gebäudeenergieberater gelesen

In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Gebäudeenergieberater" gibt es einen Artikel zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens mit dem Titel "Abschied vom Monopol". Wenn auf der Titel nicht unbedingt verspricht ohne Polemik zu sein, so überrascht doch der Inhalt durch Präzision und fachliche Nüchternheit. Auf zwei Seiten hat der Autor, Carsten Müller-Öhring sehr detalliert die Dinge beleuchtet und - aus meiner Sicht betrachtet - sachlich richtig wiedergegeben. Die Sache ist um so bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Herr Müller-Öhring Referent für Grundsatzfragen und Recht beim Zenrtralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) ist. Herr Müller-Öhring ist Rechtsanwalt und hält sich an Fakten! Dies war bei dem ein oder anderen Verbandsfunktionär aus dem Haus des ZVSHK in jüngster Vergangenheit nicht immer so. Den vollständigen Artikel aus GEB ist unten im Download zu finden.

 

Übrigends - die Fachzeitschrift "GebäudeEnergieBerater" erscheint alle zwei Monate. Sie ist mit 154,60 Euro im Jahres-Abo zwar nicht billig, aber derzeit das Beste, was es auf dem Energieberater-Fachgazin-Markt gibt. Interesse? Dann bitte wenden an service@gentner.de    

EnEV 2009 - Kabinettsentwurf

Das Bundeskabinett hat den neuen Entwurf für eine EnEv 2009 verabschiedet. Wie daraus hervorgeht, ist man endlich unserer langjährigen Forderung nachgekommen, den Vollzug der EnEV durch das Schornsteinfegerhandwerk zu regeln (EnEV-Text im Download: vgl. insbesondere § 26b "Aufgaben des Bezirksschornsteinfegermeisters"). Somit haben sich unsere diesbezüglichen Bemühungen endlich ausgezahlt. Nicht unerheblich ist hierbei sicherlich auch die Unterstützung durch unsere Marktpartner, die z. B. bei unserem gemeinsamen Gespräch am 14. November 2007 mit Umweltminister Gabriel verdeutlicht wurden.

Da sich die Politik offensichtlich einig ist, dass etwas geschehen muss, sollten die jetzt folgenden parlamentarischen Beratungen eigentlich kein Hindernis mehr sein.

Text aus aktuellem "Energieberater-Newsletter":

 
Im Rahmen des Meseberg-II-Pakets hat die Bundesregierung heute ihren Kabinettsentwurf der Energieeinsparverordnung 2009 auf den Weg gebracht. Über die Änderungen der Energieeinsparverordnung informierten Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nach der Kabinettssitzung: Tiefensee: ?Wir haben Scharfe Regelungen für den Neubau und die Altbausubstanz vor, weil wir den Neubauten vorschreiben, dass sie 30% weniger Primärenergie als bisher benötigen dürfen. Im Altbaubereich bei wesentlichen Änderungen - wenn also die Fenster ausgewechselt werden,  die Fassade in Angriff genommen oder das Dach umgebaut wird - werden dieses 30% auch zum Zuge kommen.? Tiefensee: ?Wir erwarten eine deutliche Steigerung bei der Umrüstung von Nachtspeicherheizungen, die wir bis 2020 für die Gebäude nicht mehr zulassen werden,  die mehr als sechs Wohnungen haben. Tiefensee: ?Mit diesen scharfen Regelungen wollen wir erreichen, dass zügiger umgebaut wird und die Investitionsquote von 2,7% auf 3,0% steigt und damit Energieverbrauch und CO2-Ausstoß gesenkt wird.?


 
Gabriel: ?Manches was wir bisher in die EnEV hineingeschrieben haben, ist in der Praxis ohne Wirkung geblieben. Wir haben ein massives Vollzugsdefizit in Deutschland. Wir haben jetzt dafür gesorgt, dass bei Neubauten und bei Altbautensanierungen die Bauunternehmen den Bauherren schriftlich bestätigen müssen, dass sie gemäß den Vorschriften der Energieeinsparverordnung gebaut haben. Stellt sich hinterher bei einer Überprüfung heraus, dass das nicht eingehalten worden ist, sind die Bauunternehmer regresspflichtig. Das haben wir zum ersten Mal in der EnEV geregelt. Schornsteinfeger überprüfen künftig nicht nur nach der Feuerstättenverordnung die Sicherheit der Feuerstätten, sondern sie überprüfen auch, ob entsprechend der EnEV ein Haus saniert oder neu gebaut wurde. Im Falle der Nichteinhaltung der EnEV zeigen sie dies dem zuständigen Bauamt an. Das Bauamt hat dann die Möglichkeit, den Bauherren entsprechend anzuweisen, dass die EnEV nachträglich eingehalten wird. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern und den spezifischen Nachrüstempfehlungen, die nichts mit Sanierungen zu tun haben, ist es in der Tat so, dass die Schornsteinfeger hier Hinweise geben. Bei Mietshäusern gilt es ganz generell so, dass die Schornsteinfeger es beim Bauamt anzeigen müssen, wenn die  Energieeinsparverordnung nicht eingehalten ist. Die Bundesländer können dafür Bußgelder von bis zu 50.000 Euro verhängen.? 


 
Ursprünglich sieht das in Meseberg verabschiedete Integrierte Energieund Klimaprogramm (IEKP) eine ?2008/2009-Novelle? der EnEV vor. Mit einem Inkrafttreten Anfang 2009 ist allerdings nicht mehr zu rechnen. Der Kabinettsentwurf wird jetzt dem Bundesrat zugeleitet. Eine Befassung auf der letzten Sitzung vor der Sommerpause am 4. Juli ist unrealistisch, ebenso eine Befassung unmittelbar nach der

Sommerpause (19. September) kurz vor der Landtagswahl in Bayern am 28. September 2008. Zudem muss das Energieeinsparungsgesetz noch geändert werden, bevor die Bundesregierung den EnEV-Kabinettsentwurf überhaupt erlassen könnte. Mit einer Übergangsfrist von  mindestens sechs Monaten wird die EnEV2009 damit mindestens zu einer ?EnEV2009,5?.
Im Download zu diesem eMail der Kabinettsentwurf zur EnEV 2009
 
Michael Bauer
LIV RLP Medien und Öffentlichkeitsarbeit 

Welche Gebäude brauchen wann einen Energiepass?

Wohngebäude, die bis Ende 1965 fertig gestellt wurden, brauchen den
Pass ab dem 1.7.2008 - neuere Wohngebäude ab 1.1.2009. Eigentümer von
Nichtwohngebäuden (Geschäftshäuser, Gewerbebetriebe etc.) müssen erst
ab dem 1.7.2009 einen Energiepass haben. Für Neubauten über 50m²
Wohnfläche gilt seit 2002 die Ausweispflicht.


Bis zum 30.09.2008 können
Eigentümer zwischen Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis wählen. Nach
diesem Zeitpunkt brauchen Eigentümer von Wohnhäusern mit weniger als 5
Wohnungen und Häuser, die vor 1977 gebaut wurden immer einen
Bedarfsausweis. Bei Häusern mit mehr als 5 Wohnungen und bei Häusern,
die nach Wärmeschutzverordnung `77 energetisch verbessert wurden,
kann auch nachher zwischen Verbrauchspass und Bedarfspass frei gewählt
werden.

Auf alle Fälle gilt: Der Bedarfsausweis ist in jedem Fall qualitativ
besser - berücksichtigt er doch die vorhandene Heizungstechnik und die
energetische Qualität der Gebäudehülle. Fragen beantwortet gerne Ihr
Schornsteinfeger!

Pellets auf dem Vormarsch

Schornsteinfeger unterstützen Alternative zu Öl und Gas


Mitglieder der Schornsteinfegerinnung Rheinhessen (Rheinland-Pfalz) waren zusammen mit Kollegen der Kreisgruppe Wiesbaden (Hessen) zur Information bei der Firma IWO-Pellet Rhein-Main in Offenbach. Die IWO Pellet GmbH ist ein junges, regional ausgerichtetes Unternehmen zur Herstellung von Holzpellets. Nichts Besonderes könnte man meinen, wenn da nicht das außergewöhnliche Produktionsverfahren der Rohstoffbehandlung wäre.
 
Der Betrieb, Anfang Dezember 2007 gegründet, befindet sich auf dem Betriebsgelände des ehemaligen Chemiegroßkonzerns Höchst AG in Offenbach. Neben der vorhandenen, technischen Infrastruktur gibt es in unmittelbarer Nachbarschaft eine Kunststoffproduktion, deren Produktionsdampf als Abwärme von der Firma IWO Pellet zur Trocknung und Konditionierung des Sägespänerohmaterials verwendet wird. Diese umweltschonende und vor allem energiesparende Art der Pelletproduktion war Grund dafür, die Firma IWO Pellet GmbH in die Umweltallianz des Landes Hessen auszunehmen. Das Verfahren vermeidet den Verbrauch von jährlich etwa 2,5 Millionen Litern frischen Trinkwassers. Die Produktionskapazität des jungen Unternehmens soll schrittweise bis auf 25.000 Jahrestonnen ausgebaut werden. Bei der Vermarktung der Pellets, deren Rohstoff ausschließlich aus Sägewerken der Umgebung stammt, sollen die Schornsteinfeger aus der Region mithelfen. Dazu waren Kollegen aus Rheinhessen und Wiesbaden zur Information nach Offenbach eingeladen worden.

Martin Bentele, gelernter Forstwirt und Geschäftsführer des Deutschen-Energie-Pellet-Verbandes informierte über die Perspektiven für das Heizen mit Holzpellets in Deutschland. Er prognostiziert für die Jahre 2008/2009 einen Anstieg von mehr als 30% - nicht zuletzt wegen der aktuellen Preisentwicklung auf dem Markt für fossile Energieträger. Mit einer Versorgungsverknappung des Brennstoffes Pellets sei auch bei steigender Nachfrage keinesfalls zu rechnen, so Bentele, schließlich sei Deutschland in Europa das Land mit den größten Holzvorräten von insgesamt 3.381 Millionen m³. In Europa gibt es derzeit etwa 450 Pelletproduktionsstätten und davon allein 60 in Deutschland. Zehn neue Produktionsstätten seien derzeit im Bau bzw. in der Planung. Alle Pelletproduktionen in Deutschland zusammen hätten eine Produktionskapazität von rund 2,3 Millionen Tonnen, wovon aktuell lediglich etwa 1,3 Millionen auf dem Angebotsmarkt seien. Der Inlandsverbrauch liege bei etwa 25 % der möglichen Produktionskapazität. Die aktuelle Überkapazität und die Tatsache, dass noch mehr Pelletwerke hinzu kommen, sei Grund für die Annahme, dass sich die Pelletpreise langfristig stabil bei 180 bis 200 Euro je Tonne einpendeln würden. Dieses stabile Preisniveau in Verbindung mit inländischer Rohstoffgewinnung, so Bentele in seinem Fazit, spreche dafür, dass Pelletheizungen in zunehmendem Maß Verbreitung finden als Alternative zur Öl- und Gasheizung. Bei den aktuellen und wahrscheinlich noch steigenden Öl- und Gaspreisen amortisiere sich eine neue Pelletheizung allein durch die Brennstoffkosteneinsparung in weniger als 5 Jahren.

Interessant in diesem Zusammenhang war auch die Ankündigung von Herrn Müller-Veit - er ist der Vertriebsleiter der Firma IWO Pellet GmbH - ein firmeneigenes Förderprogramm starten zu wollen, das einen 20%igen Investitionskostenzuschuß vorsieht, bei einer Vertragslaufzeit von nur 5 Jahren, wobei die neue Pelletheizung von Anfang an Eigentum des Betreibers bleibe. Die Schornsteinfeger könnten, so Müller-Veit, hierbei Partner in Planung, Beratung und Koordination für die Abgasanlage, die Brennstofflagerung und die Heizungstechnik sein. Die rund 30 Schulungsteilnehmer vereinbarten die Fortsetzung der Kooperation mit der IWO Pellet GmbH in Form weiterer Schulungen und Informationen, um künftige Pelletkunden optimal und frühzeitig beraten zu können.

Michael Bauer
LIV-RLP Medien und Öffentlichkeitsarbeit

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